April
 
 
 
 

Kümmel

Kümmel ist bei uns eines der häufigsten Wildgewächse. In ganz Europa findet man ihn auf Wiesen, Weiden und Grasplätzen. Er zählt zu der Familie der Apiaceae (= Doldenblütlern) wie auch Anis und Fenchel.

Der Kümmel gehört zu den ältesten Gewürzen, sogar im Grab Tutanchamins wurde als Grabbeigabe Kümmel gefunden (ca. 1337 v. Chr.). Als Heilpflanze wird er seit ca. 800 verwendet. 

Die Kümmelfrüchte werden ganz, zerstoßen oder gepulvert angewendet. Die Früchte enthalten ein ätherisches Öl.  

Kümmel ist das stärkste blähungstreibende Mittel aller bei uns gängigen Heilpflanzen. Er wirkt entkrampfend auf die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes und durchblutungsfördernd auf die Schleimhaut. Deswegen wird Kümmel als Gewürz oder stärker wirksam als Tee oder Tinktur bei Blähungen und leichten Magen-Darm-Krämpfen eingesetzt. Bei Babys und kleinen Kindern ist die Anwendung von 10% Kümmelöl bewährt, mit dem der schmerzhafte und geblähte Bauch massiert wird.

Volksmedizinisch wird der Kümmel als milchtreibendes Mittel während der Stillzeit eingesetzt.

Ein Säckchen Kümmel vorsichtig auf dem Herd erwärmt kann als Auflage bei rheumatischen Zahn- und Kopfschmerzen eingesetzt werden.

Bei der Zubereitung von Kümmeltee ist es wichtig, den Tee abzudecken, damit das ätherische Öl in der Tasse bleibt.