
Melisse
Die Melisse ist ein Lippenblütler, der unter vielen weiteren Namen bei uns bekannt ist, z.B. Zitronenmelisse, Balsammelisse, Bienenkraut, Frauenwohl, Citronella, Frauenkraut, Herztrost, Nervenkraut um nur einige zu nennen.
Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeer und Westasien stammend ist die Melisse eine unserer ältesten Heilpflanzen. Bereits in der Antike wurde sie vielfach verwendet und zum Teil auch als Wundermittel eingesetzt. Der Name leitet sich vom griechischen „Melitta = Honigbiene“ ab, weil die Bienen diese Pflanze lieben. Das spiegelt sich sich in den deutschen Bezeichnungen Bienenkraut, Bienensaug und Immenkraut wieder.
Die Blätter werden vor der Blüte im Sommer geerntet. Sie schmecken aromatisch und etwas bitter, sie riechen zitronenartig. Angewandt wir die Melisse als Tee, Tinktur oder Extrakt gegen funktionelle Magen-Darm-Beschwerden, gut wirksam auch beim „nervösen Magen“. Aufgrund der entkrampfenden und beruhigenden Eigenschaften wird die Melisse auch gern bei Gallenbeschwerden und nervösen Herzbeschwerden eingesetzt. Ebenfalls gut wirkt sie bei Einschlafproblemen und krampfartigen Schmerzen während der Regelblutung.
Melissebäder wirken entspannend und schlaffördernd. In Bädern wird oft das Citronellöl aus der indischen Melisse verwandt, das nicht nur die Schlafqualität verbessert, sondern auch die Stoffwechselaktivität erhöht.
Melissenbad
20 g Droge pro Vollbad oder 1 – 2 EL Melisse aetheroleum (Tinktur) ½ - 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Alternativ Citronellöl in ein Ölbad träufeln.
Die Badetemperatur sollte zwischen 36 und 38˚C liegen, die Badedauer 10 – 20 Minuten betragen.



